Tag Archives: Social Media Studie

Etablierte Parteien verstehen Social Media nicht

10 Mai

Obwohl verschiedene Studien den etablierten Parteien schon in der Vergangenheit bescheinigten, das Internet nicht richtig für die Kommunikation im Wahlkampf zu nutzen, und die Probleme aufzeigten, scheint es bis heute kaum einen Lerneffekt zu geben.

Insbesondere soziale Netzwerke werden häufig falsch genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für angewandte Publizistik (IfaP) an der Fachhochschule (FH) Kiel. Grundlage der Erhebung sind Daten zur Onlinenutzung politischer Parteien während des Landtagswahlkampfes in Schleswig-Holstein.

„Dass die Piraten im neuen Landtag so stark vertreten sind, ist auch auf schlechte Onlinestrategien der etablierten Parteien zurückzuführen“, sagte Christian Hauck, Leiter des Instituts. So seien zwar alle Parteien bei Facebook und Twitter präsent, eine echte Kommunikation mit den Userinnen und Usern fände allerdings nur in Einzelfällen statt. Vieles wirke improvisiert und aufgesetzt.

„Wir waren überrascht, dass Social Media in vielen Fällen lediglich zur Informationsübermittlung genutzt werden – wie früher Faxgeräte für Pressemeldungen“, so Tobias Hochscherf, Koordinator der Studie. Die Auswertung habe ergeben, dass sich große Unterschiede in der Nutzungsintensität der Sozialen Netzwerke feststellen ließen. In den Reihen der etablierten Parteien gebe es nur einzelne Politikerinnen und Politiker, die soziale Netzwerke effektiv nutzten.

Einzig die Piratenpartei kommuniziere mit ihren Anhängern auf Augenhöhe. Diskussionen und Persönliches gehörten hier zum guten Ton. „Während sich die Piraten interaktiv austauschen, bleibt es bei den traditionellen Parteien meist bei simpler Selbstdarstellung im Sinne der Publicity“, erläuterte Hochscherf. Das sei für Internetnutzende nicht zeitgemäß.

Für die Studie hatte das Team des IfaP über vier Wochen die Onlineaktivitäten der Parteien CDU, SPD, Grüne, Piraten, FDP, SSW und Die Linke täglich beobachtet und ausgewertet. Eine umfassende wissenschaftliche Analyse der Ergebnisse wird das Institut für angewandte Publizistik in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Quelle: Institut für angewandte Publizistik (IfaP) an der Fachhochschule (FH) Kiel

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger in sozialen Netzwerken aktiv

3 Apr

Der Bundesverband Informationswirtschaft, kurz BITKOM hat eine repräsentative Erhebung zur Mediennutzung 2012 in Deutschland veröffentlicht. Ergebnis: Soziale Netzwerke und das mobile Internet sind die Gewinner.

55 % aller Deutschen sind auf Facebook, Twitter oder Google+ aktiv oder sind Mitglied in einem anderen sozialen Netzwerk. Enorm ist der Wert bei den 14- bis 29-Jährigen. Hier sind es 91 % die in sozialen Netzwerken aktiv sind. Vergleicht man diese Zahl mit der Internetnutzung,  gibt es lediglich eine Differenz von 9 %. Sprich wer zwischen 14 und 29 ist, ist auch fast immer in einem sozialen Netzwerk unterwegs.

Die Entwicklung des mobilen Internets ist ähnlich erfolgreich. Insgesamt 37 % der Deutschen sind mit ihrem Smartphone Online. Facebook und Co. nehmen hierauf großen Einfluss und gehören mit zu den Hauptgründen für die wachsende Verbreitung des mobilen Internets.

Wie bei den sozialen Netzwerken hat auch hier die jüngere Zielgruppe die Nase vorne. 55 % der 14- bis 29-Jährigen surfen mit ihrem Smartphone oder Tablet im Internet.

Interessant sind auch die Ergebnisse für Fernsehen, Radio, Tageszeitungen und Zeitschriften. Nahezu jeder Deutsche nutzt diese Medien nach wie vor, es bestätigt sich aber wieder die Entwicklung, dass je jünger die Nutzer sind, dass Internet die beliebteste Informationsquelle darstellt.

In ein paar Jahren wird die Abweichung noch deutlicher ausfallen und das Internet wird ähnliche Werte erreichen, wie es beim Fernsehen heute der Fall ist.

Facebook: Netzwerk bringt Mittelständlern Milliarden

26 Jan

Sheryl Sandberg auf der DLD: „Bei Facebook gehts um viel mehr als Bilder teilen“. Social Business hat sich für europäische Mittelständler zu einer beachtlichen Umsatzquelle entwickelt, zeigt eine neue Studie des Beratungshauses Deloitte. Demnach steuerte allein Facebook letztes einen Mehrwert von 15,3 Milliarden Euro zum europäischen Bruttoinlandsprodukt bei. In Deutschland betrug der zusätzliche Umsatz durch das weltweit größte soziale Netzwerk laut Deloitte rund 2,6 Milliarden Euro. Am meisten profitieren konnten dabei die kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Wie Facebooks Chief Operating Officer auf der diesjährigen DLD-Konferenz in München bekannt gab, sind durch Social Commerce in Deutschland 36.000 neue Jobs entstanden, in ganz Europa sollen es insgesamt 230.000 gewesen sein. „Soziale Netzwerke bieten besondere Möglichkeiten für kleine und mittelständische Unternehmen – das Rückgrat der europäischen Wirtschaft“, sagte Sandberg. Die Studie zeige, dass Facebook weit mehr sei „als Bilder zu teilen und mit Freunden in Kontakt zu sein“.

Beispiel aus München

Die Ergebnisse der Deloitte-Studie decken sich mit denen einer Studie des Industrieverbands Bitkom. Demnach gaben 38 Prozent der in Social Media aktiven Unternehmen an, dass sie ein klares Wirtschaftswachstum aufgrund ihrer Facebook-Präsenz verzeichnen konnten, zwei vor drei Unternehmen konnten ihren Bekanntheitsgrad durch Facebook merklich steigern. Als Beispiel der Wirksamkeit von Facebook auf den Mittelstand wies Sandberg auf das Münchner Trachtenhaus Angermaier hin. Durch seine Facebook-Präsenz konnten acht neue Mitarbeiter eingestellt werden, der Umsatz erhöhte sich letztes Jahr um fast 20 Prozent.

übernommen von:
Quellenangabe: Chip Online

Business Mittelstand  > Web & Social Media

Studie: Social Media im Mittelstand

12 Jan

Social Media und Mobile Web werden mittlerweile in fast allen Branchen als Dialoginstrument eingesetzt.  Eine Vorreiterposition haben Unternehmen aus der High Tech Branche und der Telekommunikation eingenommen. Es folgten die großen Markenartikelhersteller.  Vor allem Großunternehmen und internationale Konzerne wie z. B. Dell fungieren als Innovatoren und Pionierunternehmen im Web. Sie sind anderen Unternehmen in ihrer Entwicklung weit voraus und nutzen soziale Software nicht mehr nur für den Dialog mit Kunden, sondern auch für die interne Kommunikation im Sinne des Enterprise 2.0 Ansatzes.

Nachholbedarf im Mittelstand

Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben in der Vergangenheit hingegen mit der Integration von Social Media in ihre Geschäftsprozesse gezögert. Vor allem in der B2B Branche war man lange Zeit sehr zurückhaltend. Dies hängt unmittelbar mit der hier typischen Bevorzugung persönlicher Kommunikationsformen und der damit einhergehenden Vernachlässigung von Online-Aktivitäten zusammen. Weitere Gründe für die Zurückhaltung in Sachen Social Media sind: Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen und auch ein Misstrauen gegenüber einer allzu großen Öffnung nach außen. Das häufig eher konservativ eingestellte Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen sah den rasant verlaufenden Entwicklungen in Social Media in der Anfangszeit tendenziell misstrauisch entgegen und unternahm daher nur vorsichtig erste Schritte einer Öffnung gegenüber den Social Media. Ist die erste Hemmschwelle jedoch erst einmal überwunden, werden die neuen Dialogformen im Social Web sehr schnell und konsequent sowie erfolgreich eingesetzt.

Erfolg in Nischenmärkten

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können durch den gezielten Einsatz von Social Media und Mobile Web mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand ein enormes Nutzungspotenzial erwirtschaften. Dies belegen z. B. Untersuchungen zur so genannten „Long Tail-Hypothese“, nach der Social Media für Nischenmärkte völlig neue, attraktive Perspektiven eröffnet. Das bekannteste Beispiel für diesen „Long Tail-Effekt“ ist eBay. Dieser wohl größte Gemischtwarenhändler der Welt zählt unzählige private Anbieter, die das Ergebnis von Fehlkäufen, Haushaltsauflösungen und Kellerentrümpelungen über die Plattform versteigern. Auch der Erfolg der vielen kleinen Online-Händler, die z. B. über Facebook ein oftmals sehr spezielles Angebot bereitstellen, belegt die These des so genannten Long-Tail-Effektes.

Wettbewerbsvorsprünge durch smarte Lösungen im Kundenservice

Kleine und mittelständische Unternehmen bevorzugen in den ersten Schritten ihres Social Media Engagements die großen Plattformen Facebook, Xing und Youtube. Diese Plattformen werden vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit, der Werbung sowie zur Steigerung des Bekanntheitsgrades eingesetzt. Schwerpunkt bildet die eher klassische Vermittlung von Informationen. Innovative Formen des Kundendialoges sind hingegen bislang seltener zu finden. Gerade in diesen innovativen Anwendungsbereichen liegt jedoch die Chance von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Stärke dieser Unternehmen besteht ja traditionell in der Kundennähe und der Möglichkeit einer intensiven Kundenbetreuung. Wer sich hier mit smarten Lösungen frühzeitig im Markt richtig positioniert kann Wettbewerbsvorsprünge gegenüber der anonymen Massenabfertigung durch Hotlines, Selfservices und FAQ´s deutlich ausbauen. Bereits die Nutzung des regional orientierten Empfehlungsdienstes Qype bietet für den Kunden wertvolle Hilfestellungen. Es lässt sich hiermit relativ einfach so genannte Earned Media erzielen, die für das Suchmaschinen-Ranking bei Google neben den klassischen Formen von Owned und Payed Media von herausragender Bedeutung sind. Zufriedene oder noch besser begeisterte Kunden tragen auf diesem Wege automatisch zu einer kostenlos verdienten Empfehlung der eigenen Leistungen bei.

Mobile Apps im Kundenservice

Interessante Konzepte eines mobilen Kundenservices lassen sich z. B. mit der Nutzung von Apps realisieren. So bietet z. B. der Umzugs- und Relocation-Spezialist Brauns International eine intelligente Umzugs-App an. Die Umzugs-App iMove ermöglicht es dem Umzugsberater im Kundengespräch vor Ort schnell und präzise alle benötigten Daten aufzunehmen. Durch den automatischen Versand der Daten entfallen zudem aufwendige und fehleranfällige Überträge per Hand. So lässt sich neben einer Steigerung der Kundenzufriedenheit durch schnelles Agieren vor Ort auch ganz nebenbei ein Rationalisierungseffekt erzielen.

Zusatzinformationen durch QR-Codes

Die Einbeziehung von QR-Codes kann dem Kunden wiederum hochwillkommen Zusatzinformationen über regional agierende Unternehmen direkt vor Ort bieten. Der ursprünglich aus der Logistik stammende QR-Code eröffnet sehr kostengünstig ein fast grenzenlos einsetzbares Potenzial an neuen digitalen Dialogmöglichkeiten mit den Kunden. Der Kunde zieht ganz einfach den Scanner seines Smartphones über den QR-Code und schon sind vielfältigste Informationen auch über sofort regional verfügbare Produkte und Dienstleistungen wie z.B. Preise, Sonderangebote, Specials oder Zusatzinformationen über Produktspezifikationen abrufbar. Ideal also gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die aufgrund ihrer knappen Ressourcen diese Informationen nur in sehr eingeschränktem Ausmaß über die klassischen Kanäle verbreiten können.

Enormes Potenzial an Chancen

Alles in allem bietet die Nutzung von Social Media gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ein enormes Potenzial an Chancen. Durch die exponentiell verlaufende Verbreitung von Smartphones und Tablets sind die Einstiegsbarrieren in die Welt des digitalen Kundenservices deutlich gesunken. Kleine und mittelständische Unternehmen können durch neue smarte Lösungen im Kundenservice ganz gezielt ihre individuelle Kommunikation ausbauen. Ein 24/7 Service an jedem Ort und in jeder Situation schafft die Grundlage für einen nicht nur zufriedenen, sondern begeisterten Kunden im Sinne des Customer Experience Managements (CEM). Der klassische Telefonservice fällt hierdurch nicht komplett weg. Er kann vielmehr noch persönlicher gestaltet werden. Routine- und Standardanfragen laufen automatisiert im Hintergrund ab oder erledigen sich über die Social Media Kanäle oftmals von selber, da z. B. andere User Hinweise und Tipps geben. Auch ein You Tube Video kann viel plastischer zur Lösung eines Kundenproblems betragen, als es durch die rein telefonische Erklärung möglich ist.

Folgende Fragen sollten kleine und mittelständische Unternehmen vor einem Engagement im Social Web beantworten können:

• Passt meine Unternehmenskultur zum offenen Dialog im Social Web?

• Was wird im Social Web bereits über mich geredet?

• Welche Ziele will ich konkret erreichen?

• Habe ich eine schlüssige Social Media Strategie entwickelt?

• Sind in meinem Unternehmen ein oder mehrere Mitarbeiter für die Umsetzung der digitalen Servicelösungen vorhanden?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann es an die Realisierung der smarten Lösungen im Kundenservice gehen. Es empfiehlt sich, auf jeden Fall zunächst mit einem Pilotprojekt zu starten. Hat man hinreichende Erfahrungen im Umgang mit dem Social und Mobile Web gesammelt lässt sich die digitalen Kommunikationskanäle sukzessive ausweiten und in ein Gesamtkonzept integrieren. Es bietet sich im nächsten Schritt eine Ausweitung auf andere Unternehmensfunktionen an. Letztlich sollte das Social Media Monitoring professionalisiert werden. Dieses bildet die Grundlage für das immer wichtiger werdenden das Reputationsmanagement im Web.

Prozess der Implementierung von Social Media

Die Entwicklung des Social und Mobile Webs wird immer schneller und dynamischer. Unternehmen, die sich nicht auf diese neue Art der Kommunikation einstellen, laufen Gefahr, in Zukunft nicht mehr von Ihren Kunden wahrgenommen zu werden.

Vor allem für die Digital Natives bzw. die Generation Y,  d.h. bei den nach 1980 Geborenen,  ist es mittlerweile selbstverständlich, bei Servicefragen zunächst ins Web zu schauen. Das Telefon und mittlerweile auch das E-Mail wird bereits weniger genutzt als die sozialen Netzwerke. Aber auch die Generation der Best Ager holt immer mehr auf. Hier liegt nach amerikanischen und deutschen Studien noch ein erhebliches Wachstumspotential. Die auch Silver Surfer genannte Zielgruppe wird zum Teil sogar als Motor für die weitere Verbreitung von Social Media angesehen.

Studie „Social Media im Mittelstand“

Die Chancen der Nutzung von Social Media in kleinen und mittelständischen Unternehmen wird aktuell an der Hochschule Bremerhaven im Masterstudiengang „Change Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ unter der wissenschaftlichen Leitung der Professorin Heike Simmet mithilfe einer eigens hierfür entwickelten Studie untersucht. Erfasst werden die Einschätzungen und Meinungen kleiner und mittelständischer Unternehmen über soziale Medien sowie das vorherrschende Verständnis von sozialen Kommunikations- und Dialogplattformen. Aus diesen Untersuchungen werden dann in einem zweiten Schritt konkrete Handlungsempfehlungen für den effizienten und zielgerichteten Einsatz von Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen abgeleitet.

Folgender Link führt zu dem kurzen Online-Fragebogen:https://www.surveymonkey.com/s/SocialMediaChance

Die Befragung richtet sich an Führungskräfte in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Ergebnisse werden den Studienteilnehmern auf Wunsch kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Umfrage läuft bis Ende  Januar 2012 und wird exklusiv im Handelsblatt veröffentlicht. 


Von Prof. Dr. Heike Simmet Hochschule Bremerhaven

Studie: Rund zwei von fünf Banken planen in den nächsten Monaten neue Social-Media-Projekte

4 Jan

Kreditinstitute setzen auf Freundschafts-Banking

Rund zwei von fünf Banken planen in den nächsten Monaten, neue Social-Media-Projekte auf Xing, LinkedIn, Facebook, Twitter oder YouTube zu starten. First Mover sind die Sparkassen: 69 Prozent von ihnen arbeiten bereits an kurzfristigen Projekten. Ab 2013 wollen sich weitere 35 Prozent der Kreditinstitute engagieren. Dann gehen 53 Prozent der Genossenschaftsbanken an den Start. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Branchenkompass Kreditinstitute“ von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

Bis 2014 wollen drei von fünf Banken in wenigstens ein Social-Media-Angebot investieren. So planen 47 Prozent einen Auftritt in einem privaten Netzwerk wie Facebook. Bei den Sparkassen sind es sogar 63 Prozent. An zweiter Stelle folgen geschäftlich genutzte Netzwerke wie Xing oder LinkedIn mit 35 Prozent. Bei den Genossenschaftsbanken planen sogar 53 Prozent einen B2B-Auftritt. 2010 standen mit 32 Prozent noch berufliche Netzwerke im Vordergrund gefolgt von privaten Angeboten (23 Prozent). Den Kurznachrichtendienst Twitter will bis 2014 etwa jede fünfte Bank nutzen.

Zwei Drittel der Banken planen auch, Social Media zur Personalsuche und für HR-Anwendungen einzusetzen. Zwar steht vor allem der Kommunikationsnutzen wie Weiterempfehlungen (76 Prozent) oder die Kommunikation über neue Produkte (63 Prozent) im Vordergrund, aber immerhin knapp die Hälfte will im Web 2.0 auch verkaufen.

„Die Banken stellen sich damit auf die künftige Bedeutung des Social Web für die Kundenkommunikation ein“, sagt Stefan Lamprecht, Senior Executive Manager bei Steria Mummert Consulting. Social Media spielen derzeit zwar bei der ersten Informationssuche für Bankkunden noch eine untergeordnete Rolle. Nur sieben Prozent der Deutschen informieren sich derzeit bei Facebook und Twitter über Bankprodukte. Doch bei jüngeren Kunden zwischen 18 und 24 Jahren sind Social Media für fast doppelt so viele ein gängiger Informationskanal.


Die große Unbekannte: KMUs und Social Media

15 Dez

Sehr schwierig zu erfassen ist das Social-Media-Engagement von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs). Ein paar Rahmenbedingungen immerhin sind bekannt:

3,584 Millionen kleine und mittelständische Unternehmen existieren in Deutschland (davon vor allem Ein-Personen-Unternehmen).

Die meisten davon geben laut der Telegate  – Studie Mittelstand und Werbung   1.000 bis 5.000 Euro im Jahr für Werbung aus.

12 Prozent der KMUs nutzen Social-Media-Marketing als Werbe-Werkzeug.

So weit, so wenig. Geht man von 3000 Euro durchschnittlichem Marketingjahresbudget pro Kleinunternehmen aus, dann hat man ein KMU-Marketinggesamtvolumen von 10,7 Milliarden Euro. Nur zwölf Prozent machen überhaupt Marketing in sozialen Netzen – 430.000 Unternehmen mit einem Gesamtbudget für Marketing von etwa 1,29 Milliarden Euro. Wenn ein Viertel dieses Budgets in Social Media fließen würde, so ergäbe sich ein Volumen von 320 Millionen Euro für Social-Media-Marketing von KMU in Deutschland pro Jahr.

Dennoch zeigen die statistischen Zahlen, wie groß das Potenzial für die Marketingbranche auf dem Papier ist und dass auch im KMU-Segment ein einstelliger Milliardenbetrag als jährliches Social-Media-Budget als unerschlossenes Potenzial existiert:

Das Gesamtpotenzial der KMUs beläuft sich, da rund 88 Prozent noch in Sachen Facebook-Marketing inaktiv sind, also etwa auf das achtfache: 2,67 Milliarden Euro Marketingetat für Social Media.

Der Realitätscheck: Was das Social-Media-Jahr 2012 an realem Wachstum bringen wird

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. | Social Media in Unternehmen 2012

Quelle: Hightext Verlag, München

Auszug aus dem Artikel: „Wieviel Geld und Jobs in der deutschen Social-Media-Industrie stecken“ vom 15.12.2011

Ich empfehle euch die relevanten Informationen von: http://www.ibusiness.de

IBM Social-Media-Studie: 2012 führt kein Weg mehr an Social Media vorbei

31 Okt

Social Media wird zunehmend in Unternehmensprozesse und Kundenbeziehungsmanagement integriert. So lautet das Ergebnis der Studie „CMO Study – von Herausforderungen zu Chancen“ von IBM.

In allen Unternehmen der 1.700 befragten Chief Marketing Officer gewinnt Social- Media-Marketing demnach weiter an Bedeutung. Dabei geht es darum, die Kunden zu verstehen und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Kunden werden dadurch zum „Integrated Customer“, der über die Entwicklung von Produkten, Leistungen und Services mitbestimmt. Durch die Anpassung von Werbemitteln, Videos und mobilen Kampagnen sowie durch die Reaktion auf Nutzerfeedback steigt der aus Social Media generierte Umsatz einer Gartner-Prognose zufolge in diesem Jahr um 41,4 Prozent auf 10,3 Milliarden US-Dollar. Die immense Bedeutung der neuen Kanäle überfordert so manchen CMO noch. Sie fühlen sich der Komplexität der Prozesse und der gewaltigen Datenmengen nicht gewachsen. Als weitere Herausforderungen werden außerdem Änderungen im Verbraucherverhalten, abnehmende Markentreue und finanzielle Einschränkungen genannt.

Keinen Unterschied hinsichtlich der Wahrnehmung wichtiger Aspekte ergibt die Studie beim Vergleich von B2B- und B2C-Unternehmen. Beide Gruppen sind sich einig, dass es bei Social Media darum geht, den Kunden Nutzen zu bieten, Beziehungen aufzubauen, Werte zu schaffen und schließlich die Ergebnisse zu messen. Die Umsetzung dessen fällt ihnen jedoch schwer: die Inhaltsfindung und die Ermittlung der Kundenwünsche bereitet Probleme. Neue Systeme und Mechaniken wie Social CRM oder ERP-Systeme sollen helfen. Dabei legen Unternehmen derzeit noch völlig falsche Schwerpunkte bei der Informationsgewinnung, die als Basis für strategische Entscheidungen dient. Noch wird auf klassische Marktforschung (82 Prozent), Wettbewerbsvergleiche (80 Prozent) und finanzielle Kennzahlen (69 Prozent) zurückgegriffen anstatt auf Verbraucherbewertungen (48 Prozent), Blogs (26 Prozent) oder andere Online-Kommunikation (40 Prozent) zurückzugreifen. Lediglich Kundenanalysen erstellen immerhin bereits 74 Prozent der Befragten. Insgesamt sind sich die Befragten jedoch einig, dass ab 2012 kein Weg mehr an Social Media vorbeiführt.

Quelle: acquisa Redaktion