Tag Archives: Social Media für KMU

Social Media für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen wichtig

9 Feb

SEO Ranking Faktoren für Deutschland 2012

Die größte Unbekannte im SEO-Bereich ist natürlich der Algorithmus. Viele Mythen und Gerüchte ranken sich um die Art und Weise, wie Google Ergebnisse sortiert und wie man das am besten beeinflussen kann.

Einige Highlights der Erhebung von Searchmetrics:

  • Social Media Signale sind in Deutschland angekommen: Auch in Deutschland korrelieren nun die Social Signals aus Facebook, Twitter und Google+ extrem stark mit guten Positionen im Google-Index.
  • Zu viel Werbung ist schädlich: Ebenso neu in Deutschland ist, dass es Seiten mit zu viel Werbung schwerer haben, gut zu ranken. Das eigentliche Hindernis dabei sind allerdings nur die Adsense Werbeblöcke…
  • Backlinks bleiben wichtig – aber nicht nur die Masse zählt: Auch, wenn die Zahl von Backlinks in dieser Kategorie am wichtigsten ist, gehören auch Links mit Stopwords und „nofollow“ unbedingt in den Linkmix.
  • Die Marke hebelt klassische SEO-Signale aus: Seiten von starken Marken brauchen anscheinend sich weniger um Title-Tag, Headings u.s.w. zu kümmern. Denn für sie gelten nach unseren Zahlen andere Regeln.
  • Die Keyword-Domain schafft immer noch häufig den ersten Platz: Allen anderslautenden Gerüchten sind Domains mit dem Keyword noch lange nicht tot. Auf den Top-Positionen findet man sie immer noch äußerst häufig.


    Erstens und NEU: Social Signals in Deutschland angekommen

    Sicherlich der interessanteste Punkt für alle, die inhouse oder bei Agentur-Kunden die Implementierung einer Social-Strategie anstoßen wollen: Soziale Signale sind in Deutschland definitiv angekommen. Facebook- und Twittersignale korrelieren wie folgt mit besseren Rankings:

    Die verschiedenen Facebook-Metriken weisen die höchsten Werte auf, wobei Shares den stärksten Zusammenhang zu haben scheinen – sogar höher als der aggregierte Wert für Shares, Comments und Likes. Twitter erreicht diese Werte bei weitem nicht – ist aber immer noch die sechststärkste Metrik in unserer Analyse – hinter Facebook und der Anzahl der Backlinks.

    Eine Anmerkung zu Google Plus: Hier waren noch nicht genügend Daten vorhanden, um sinnvolle Aussagen treffen zu können. Offensichtlich macht uns Google mit mittlerweile fast 100 Mio Nutzern eher was vor, als dass sie wirklich aktiv sind.

SEO Ranking Faktoren Deutschland 2012: Infografik

Entnommen aus dem Whitepaper SEO Ranking Faktoren 2012 Deutschland 

Dieses Whitepaper beschäftigt sich mit der Frage, welche Faktoren Google in Deutschland für das Ranking von Webseiten heranziehen könnte.

Quelle: http://www.searchmetrics.com/de/service/ranking-faktoren/de/

Studie: Social Media im Mittelstand

12 Jan

Social Media und Mobile Web werden mittlerweile in fast allen Branchen als Dialoginstrument eingesetzt.  Eine Vorreiterposition haben Unternehmen aus der High Tech Branche und der Telekommunikation eingenommen. Es folgten die großen Markenartikelhersteller.  Vor allem Großunternehmen und internationale Konzerne wie z. B. Dell fungieren als Innovatoren und Pionierunternehmen im Web. Sie sind anderen Unternehmen in ihrer Entwicklung weit voraus und nutzen soziale Software nicht mehr nur für den Dialog mit Kunden, sondern auch für die interne Kommunikation im Sinne des Enterprise 2.0 Ansatzes.

Nachholbedarf im Mittelstand

Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben in der Vergangenheit hingegen mit der Integration von Social Media in ihre Geschäftsprozesse gezögert. Vor allem in der B2B Branche war man lange Zeit sehr zurückhaltend. Dies hängt unmittelbar mit der hier typischen Bevorzugung persönlicher Kommunikationsformen und der damit einhergehenden Vernachlässigung von Online-Aktivitäten zusammen. Weitere Gründe für die Zurückhaltung in Sachen Social Media sind: Fehlende personelle und finanzielle Ressourcen und auch ein Misstrauen gegenüber einer allzu großen Öffnung nach außen. Das häufig eher konservativ eingestellte Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen sah den rasant verlaufenden Entwicklungen in Social Media in der Anfangszeit tendenziell misstrauisch entgegen und unternahm daher nur vorsichtig erste Schritte einer Öffnung gegenüber den Social Media. Ist die erste Hemmschwelle jedoch erst einmal überwunden, werden die neuen Dialogformen im Social Web sehr schnell und konsequent sowie erfolgreich eingesetzt.

Erfolg in Nischenmärkten

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können durch den gezielten Einsatz von Social Media und Mobile Web mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand ein enormes Nutzungspotenzial erwirtschaften. Dies belegen z. B. Untersuchungen zur so genannten „Long Tail-Hypothese“, nach der Social Media für Nischenmärkte völlig neue, attraktive Perspektiven eröffnet. Das bekannteste Beispiel für diesen „Long Tail-Effekt“ ist eBay. Dieser wohl größte Gemischtwarenhändler der Welt zählt unzählige private Anbieter, die das Ergebnis von Fehlkäufen, Haushaltsauflösungen und Kellerentrümpelungen über die Plattform versteigern. Auch der Erfolg der vielen kleinen Online-Händler, die z. B. über Facebook ein oftmals sehr spezielles Angebot bereitstellen, belegt die These des so genannten Long-Tail-Effektes.

Wettbewerbsvorsprünge durch smarte Lösungen im Kundenservice

Kleine und mittelständische Unternehmen bevorzugen in den ersten Schritten ihres Social Media Engagements die großen Plattformen Facebook, Xing und Youtube. Diese Plattformen werden vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit, der Werbung sowie zur Steigerung des Bekanntheitsgrades eingesetzt. Schwerpunkt bildet die eher klassische Vermittlung von Informationen. Innovative Formen des Kundendialoges sind hingegen bislang seltener zu finden. Gerade in diesen innovativen Anwendungsbereichen liegt jedoch die Chance von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Stärke dieser Unternehmen besteht ja traditionell in der Kundennähe und der Möglichkeit einer intensiven Kundenbetreuung. Wer sich hier mit smarten Lösungen frühzeitig im Markt richtig positioniert kann Wettbewerbsvorsprünge gegenüber der anonymen Massenabfertigung durch Hotlines, Selfservices und FAQ´s deutlich ausbauen. Bereits die Nutzung des regional orientierten Empfehlungsdienstes Qype bietet für den Kunden wertvolle Hilfestellungen. Es lässt sich hiermit relativ einfach so genannte Earned Media erzielen, die für das Suchmaschinen-Ranking bei Google neben den klassischen Formen von Owned und Payed Media von herausragender Bedeutung sind. Zufriedene oder noch besser begeisterte Kunden tragen auf diesem Wege automatisch zu einer kostenlos verdienten Empfehlung der eigenen Leistungen bei.

Mobile Apps im Kundenservice

Interessante Konzepte eines mobilen Kundenservices lassen sich z. B. mit der Nutzung von Apps realisieren. So bietet z. B. der Umzugs- und Relocation-Spezialist Brauns International eine intelligente Umzugs-App an. Die Umzugs-App iMove ermöglicht es dem Umzugsberater im Kundengespräch vor Ort schnell und präzise alle benötigten Daten aufzunehmen. Durch den automatischen Versand der Daten entfallen zudem aufwendige und fehleranfällige Überträge per Hand. So lässt sich neben einer Steigerung der Kundenzufriedenheit durch schnelles Agieren vor Ort auch ganz nebenbei ein Rationalisierungseffekt erzielen.

Zusatzinformationen durch QR-Codes

Die Einbeziehung von QR-Codes kann dem Kunden wiederum hochwillkommen Zusatzinformationen über regional agierende Unternehmen direkt vor Ort bieten. Der ursprünglich aus der Logistik stammende QR-Code eröffnet sehr kostengünstig ein fast grenzenlos einsetzbares Potenzial an neuen digitalen Dialogmöglichkeiten mit den Kunden. Der Kunde zieht ganz einfach den Scanner seines Smartphones über den QR-Code und schon sind vielfältigste Informationen auch über sofort regional verfügbare Produkte und Dienstleistungen wie z.B. Preise, Sonderangebote, Specials oder Zusatzinformationen über Produktspezifikationen abrufbar. Ideal also gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die aufgrund ihrer knappen Ressourcen diese Informationen nur in sehr eingeschränktem Ausmaß über die klassischen Kanäle verbreiten können.

Enormes Potenzial an Chancen

Alles in allem bietet die Nutzung von Social Media gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ein enormes Potenzial an Chancen. Durch die exponentiell verlaufende Verbreitung von Smartphones und Tablets sind die Einstiegsbarrieren in die Welt des digitalen Kundenservices deutlich gesunken. Kleine und mittelständische Unternehmen können durch neue smarte Lösungen im Kundenservice ganz gezielt ihre individuelle Kommunikation ausbauen. Ein 24/7 Service an jedem Ort und in jeder Situation schafft die Grundlage für einen nicht nur zufriedenen, sondern begeisterten Kunden im Sinne des Customer Experience Managements (CEM). Der klassische Telefonservice fällt hierdurch nicht komplett weg. Er kann vielmehr noch persönlicher gestaltet werden. Routine- und Standardanfragen laufen automatisiert im Hintergrund ab oder erledigen sich über die Social Media Kanäle oftmals von selber, da z. B. andere User Hinweise und Tipps geben. Auch ein You Tube Video kann viel plastischer zur Lösung eines Kundenproblems betragen, als es durch die rein telefonische Erklärung möglich ist.

Folgende Fragen sollten kleine und mittelständische Unternehmen vor einem Engagement im Social Web beantworten können:

• Passt meine Unternehmenskultur zum offenen Dialog im Social Web?

• Was wird im Social Web bereits über mich geredet?

• Welche Ziele will ich konkret erreichen?

• Habe ich eine schlüssige Social Media Strategie entwickelt?

• Sind in meinem Unternehmen ein oder mehrere Mitarbeiter für die Umsetzung der digitalen Servicelösungen vorhanden?

Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann es an die Realisierung der smarten Lösungen im Kundenservice gehen. Es empfiehlt sich, auf jeden Fall zunächst mit einem Pilotprojekt zu starten. Hat man hinreichende Erfahrungen im Umgang mit dem Social und Mobile Web gesammelt lässt sich die digitalen Kommunikationskanäle sukzessive ausweiten und in ein Gesamtkonzept integrieren. Es bietet sich im nächsten Schritt eine Ausweitung auf andere Unternehmensfunktionen an. Letztlich sollte das Social Media Monitoring professionalisiert werden. Dieses bildet die Grundlage für das immer wichtiger werdenden das Reputationsmanagement im Web.

Prozess der Implementierung von Social Media

Die Entwicklung des Social und Mobile Webs wird immer schneller und dynamischer. Unternehmen, die sich nicht auf diese neue Art der Kommunikation einstellen, laufen Gefahr, in Zukunft nicht mehr von Ihren Kunden wahrgenommen zu werden.

Vor allem für die Digital Natives bzw. die Generation Y,  d.h. bei den nach 1980 Geborenen,  ist es mittlerweile selbstverständlich, bei Servicefragen zunächst ins Web zu schauen. Das Telefon und mittlerweile auch das E-Mail wird bereits weniger genutzt als die sozialen Netzwerke. Aber auch die Generation der Best Ager holt immer mehr auf. Hier liegt nach amerikanischen und deutschen Studien noch ein erhebliches Wachstumspotential. Die auch Silver Surfer genannte Zielgruppe wird zum Teil sogar als Motor für die weitere Verbreitung von Social Media angesehen.

Studie „Social Media im Mittelstand“

Die Chancen der Nutzung von Social Media in kleinen und mittelständischen Unternehmen wird aktuell an der Hochschule Bremerhaven im Masterstudiengang „Change Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen“ unter der wissenschaftlichen Leitung der Professorin Heike Simmet mithilfe einer eigens hierfür entwickelten Studie untersucht. Erfasst werden die Einschätzungen und Meinungen kleiner und mittelständischer Unternehmen über soziale Medien sowie das vorherrschende Verständnis von sozialen Kommunikations- und Dialogplattformen. Aus diesen Untersuchungen werden dann in einem zweiten Schritt konkrete Handlungsempfehlungen für den effizienten und zielgerichteten Einsatz von Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen abgeleitet.

Folgender Link führt zu dem kurzen Online-Fragebogen:https://www.surveymonkey.com/s/SocialMediaChance

Die Befragung richtet sich an Führungskräfte in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Ergebnisse werden den Studienteilnehmern auf Wunsch kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Umfrage läuft bis Ende  Januar 2012 und wird exklusiv im Handelsblatt veröffentlicht. 


Von Prof. Dr. Heike Simmet Hochschule Bremerhaven

Social Media Marketing – Typische Fehler von kleinen und mittelständischen Unternehmen im Social Web

13 Nov

Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bewegen sich im Social Web. Jedoch unterlaufen vielen bei der Social Media-Nutzung immer wieder grobe Fehler, die der Online-Reputation von Firmen schaden können.

Soziale Medien geben Kunden ein Stimme. Social Media können daher je nach Relevanz und Botschaft für ein Unternehmen gleichmaßen Segen oder Fluch sein kann.

Das Social Web hat für das Online-Marketing inzwischen eine überaus große Bedeutung erlangt. Socia-Media-Tools wie die Facebook-Fanpage oder der Twitter-Account sind kostenlos verfügbar und einfach zu bedienen. Zudem ist die Reichweite der Social-Media-Dienste enorm, sodass im Idealfall eine große Zahl potenzieller Kunden und Geschäftspartner angesprochen wird. Doch auch wenn die Nutzung einfach scheint und die Vorteile groß sind – soziale Netzwerke bergen eine Menge Tücken. Diese tauchen jedoch weniger auf technischer als viel mehr auf redaktioneller Ebene auf. Häufig sind Mitarbeiter für die Pflege der Social-Web-Präsenzen zuständig, deren Hauptaufgaben in völlig anderen Unternehmensbereichen liegen. Social-Media-Networking wird oftmals „nebenbei“ durchgeführt – und so schleichen sich Fehler ein, die anschließend in der gesamten Kampagne wiederkehren.

 Häufige Fehler in Sachen Social Media Marketing 

1. Unternehmen wagen den Schritt ins Social Web ohne Ziel und inhaltliche Absprache

Social Media ist ein Trend, den keiner verpassen möchte. Allerdings machen sich die Verantwortlichen im Vorfeld häufig nur unzureichend Gedanken darüber, was und vor allem wie sie eigentlich mit den Usern kommunizieren wollen. Das Ergebnis sind Meldungen ohne Informationswert bis hin zu Inhalten, die dem Image des Unternehmens entgegenstehen. Das verwirrt die Nutzer. Auch ist der Stil der Statusmeldungen oft uneinheitlich, gerade wenn mehrere Beteiligte für den Social-Media-Auftritt verantwortlich sind. Hier gilt es, im Voraus einen einheitlichen Stil zu definieren. Generell sollten sich die Verantwortlichen folgende Fragen stellen: Wie will sich das Unternehmen den Kunden präsentieren? Welches Ziel soll im Social Web erreicht werden?

2. Die Kommentare der User werden ignoriert

Viele Unternehmen lassen eine lebendige Kommunikation mit den Usern über die Social Media Instrumente gar nicht erst zu. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Entweder ist es für sie ein zu hoher Zeit- und Energieaufwand oder sie wissen schlichtweg nicht, wie sie mit den Usern umgehen sollen. Besonders schwer wiegt diese „Sprachlosigkeit“ bei Beschwerden und negativer Kritik. Wer hier stumm bleibt, zieht schnell den Unmut der User – und damit der (potenziellen) Kunden – auf sich. Schlimmer noch sind negative Reaktionen auf die Kommentare der Nutzer. Hier gilt es, stets einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn die Bemerkungen noch so provokant sind.

3. Grammatikalische und orthografische Flüchtigkeitsfehler werden mitgepostet

Solche Fauxpas dürfen nicht passieren! Statusmeldungen und Tweets sind nur sehr kurz, deshalb fallen Rechtschreibfehler besonders ins Gewicht. Außerdem wirkt es schlampig und wenig vertrauensvoll, wenn die Unternehmensvertreter im Social Web schon bei wenigen Worten scheinbar keine einwandfreie Formulierung finden. Wie erfüllen sie dann erst Kundenaufträge? Solche Gedanken können beim User auftreten – und das ist sicher nicht wünschenswert für ein Unternehmen.

4. Die Macht der User wird unterschätzt

Das Social Web wird von den Usern regiert. Diese Tatsache scheinen viele Unternehmen zu vergessen. Es sind die Fans und Follower, die einen Firmen-Account groß machen und so über den Status eines Unternehmens im Social Web entscheiden. Sie sind es auch, die durch den berühmten „Buschfunk“ die Reputation eines Unternehmens sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können. Die Mund-zu-Mund-Propaganda ist im Internet noch ein weitaus größerer Multiplikator als im „Reallife“ – nicht zuletzt deshalb sollte der Auftritt im Social Web sorgfältig geplant und durchgeführt werden.

5. Der ROI wird bei Social Media Maßnahmen nicht gemessen

Ebenso wie Unternehmen die User unterschätzen, so unterschätzen sie auch den Nutzen von Social Media für das eigene Marketing und den ROI (Return of Investment). Dieser Wert gibt den Erfolg einer Social-Media-Kampagne wieder, wobei es verschiedene Kriterien gibt, die bei der Ermittlung hilfreich sind. Eine konkrete Verfahrensweise gibt es noch nicht, weshalb die Erhebung nicht einfach ist. Dennoch wächst die Bedeutung des ROI im Social Web für Unternehmen zunehmend, denn nur mit dessen Kenntnis lassen sich Prozesse optimieren.

Klar ist: Fehler im Umgang mit dem Social Web können auf allen Ebenen auftreten. Einige feine Tricks und Kniffe helfen jedoch dabei, diese zu vermeiden.

Tipps für einen gelungenen Auftritt im Social Web

1. Mehrwert schaffen

Vor dem Posten von Neuigkeiten sollte immer überlegt werden, ob diese für die User tatsächlich von Interesse sind oder ob diese nicht sogar verwirrend wirken können. Wenn beispielsweise ein großes Finanzunternehmen einen Tweet absetzt, der sich mit dem Mittagsangebot in der Kantine befasst, dann ist das nicht unbedingt zielorientiert – es sei denn, es geht thematisch um die Preisentwicklung in Deutschlands Kantinen allgemein. Was im Einzelnen der Zuhörerschaft mitgeteilt wird, hängt immer auch von der gewünschten Außendarstellung eines Unternehmens ab. Deshalb gilt: Erst denken, dann posten!

2. Den Dialog zu den Usern suchen

Auch im Social Web gibt es bestimmte Umgangsformen, die eingehalten werden müssen. Das gilt besonders auf der B2B- und B2C-Ebene. Deshalb empfiehlt es sich, auf die Kommentare der User angemessen zu reagieren und den Dialog mit den Fans zu suchen. Das stärkt die Kundenbeziehung und das Vertrauen, denn die Erreichbarkeit minimiert die Distanz zwischen Unternehmen und Kunden.

3. Einen Social Media Leitfaden verwenden

Wenn es im Unternehmen keine eigene Abteilung für das Social-Media-Management gibt, dann ist eine Guideline ein nützliches Mittel, um die Spielregeln für die unternehmerische Darstellung im Social Web festzulegen. Dabei kann entweder ein eigenes Reglement etabliert werden oder man bedient sich eines vorgefertigten Leitfadens. Ein Leitfaden regelt den Stil, den thematischen Rahmen und gegebenenfalls auch das Beschwerdemanagement. So werden zum Beispiel beim Reagieren auf negative Kundenstimmen bösen Überraschungen vermieden. Ein Social-Media-Leitfaden sollte von den Mitarbeitern nicht als Bevormundung betrachtet werden, sondern viel mehr als ein hilfreiches Handbuch.

Die soziale Seite des Social Web berücksichtigen

Schon diese drei Hinweise können den gesamten Auftritt eines Unternehmens im Social Web grundlegend verändern. Wer einmal verstanden hat, dass der Kernpunkt des Social Web das Miteinander ist – wie der Name eigentlich schon vermuten lässt – der hat bereits einen großen Schritt hin zu einer erfolgreichen Social-Media-Strategie getan. Kommunikation ist das Schlüsselwort: Unternehmen, die sich bewusst mit ihren Kunden auseinandersetzen, profitieren vom Social Web als Vermittler zwischen Konsument und Hersteller, als Marktforschungsinstrument und als Werbemittel. Die Möglichkeiten sind vielfältig und es lohnt sich, das Social Web als vollwertigen Teil des Marketings zu betrachten. Wer ein wenig Zeit und Arbeitskraft in die Erschließung des Social Web steckt, der bekommt auch etwas zurück.

Quelle: Perspektive Mittelstand

Autor: Thomas Wusatiuk