Social Media beeinflusst politische Meinungsbildung

25 Okt


Soziale Medien haben nicht nur die Art und Weise verändert, wie kommuniziert wird, sondern auch einen politischen Wandel ausgelöst. Das sagt der renommierte Medientheoretiker Clay Shirky von der New York University, der im Rahmen des World Congress of Information Technologie in Motreal den Einfluss von neuen Medien auf die Gesellschaft analysiert hat.

Clay Shirky ist der Auffassung, dass Protestbewegungen im Netz Wirkung zeigen: „Die Menschen haben jetzt eine öffentliche Stimme. Jeder kann mit jedem kommunizieren. Diese verbundene Welt ist viel grösser und dichter als je zuvor“, sagt Shirky. Der Universitätsprofessor ist davon überzeugt, dass soziale Medien die Welt mit einem neuen Werkzeug ausgestattet haben, mit dem eine „gewaltige und beispiellose“ politische Macht verbunden ist.                                                                                                          

Der Fall der CSU in Bayern

Der aktuelle Fall der CSU, in dem scheinbar ein Sprecher der Partei auf die politische Berichterstattung des ZDF Einfluss nehmen wollte zeigt, wie schnell sich Nachrichten über die sozialen Netzwerke verbreiten. Vor 10 Jahren hätte das Thema wohl kaum große Beachtung gefunden, was auch die gestrige, zunächst magere Berichterstattung der Medienhäuser bewiesen hat.

Das Thema ins Rollen brachte die Süddeutsche Zeitung gestern um 05.05 Uhr mit ihrem Artikel: „Anruf beim ZDF – CSU wollte Bericht über SPD-Parteitag verhindern“ .

Der Artikel löste tausende Verlautbarungen via Twitter und Facebook aus und wurde noch am Vormittag von Spiegel Online übernommen. Auch die Tagesschau übernahm das Thema gegen nachmittag auf ihre Online-Plattform.

Trotzallem: Zahlreiche überregionale Fernsehsender, Radiostationen und Onlineportale berichteten nicht über die angebliche CSU – ZDF Affäre. Der Informationsdruck, der in und durch die sozialen Medien entsteht, zwingt Medienhäuser jedoch immer stärker zu einer Berichterstattung. 

Zunehmend reichweitenstarke Nutzer, die sogenannten Socia Media Influencer (Beeinflusser), erreichen mit ihren Twitter und Facebook Kanälen in kürzester Zeit tausende Menschen. Auch Social Media Informationsplattformen wie z.B. Bayern wählt und regionale Projekte wie Mein Herzogenaurach – Alles rund um deine Stadt gewinnen immer mehr an Reichweite.

Erst am Anfang

Medientheoretiker Shirky ist der festen Überzeugung, dass wir erst am Anfang einer neuen Zeitrechnung stehen, die von sozialen Medien geprägt sein wird. Medien wir Fernsehen, Radio und Zeitungen stehen durch Social Media vor einem Wandel, die die Informationsaufnahme und Meinungsbildung sehr stark verändert.

Auch die politische Meinungsbildung verändert sich durch Social Media sehr stark – mit diesem Fakt tun sich viele Parteien aktuell noch schwer, da man bis dato Social Media Kanäle bestenfalls zur Verteilung von Pressemitteilungen und Veranstaltungsankündigugen verwendet.

Den Dialog mit dem potentiellen Wähler zu aktivieren ist die Herausforderung der Zukunft für alle politischen Parteien.

Gute Social Media Strategien werden meiner Meinung schon 2013 Wahlen mit entscheiden.

 

Social Media in der Politik: Sind Politiker mit dem Medienwandel überfordert?

7 Okt

Vor Monaten habe ich in einen Blogpost mit dem Titel: Etablierte Parteien verstehen Social Media nicht verfasst.

Mit diesem Blogpost habe ich auch zeitgleich mein Social Media Politik Projekt Bayern wählt gestartet, mit dem ich die Frage beantworten möchte,  welchen Einfluss Social Media auf die bayrische Politik und die Wähler hat.

Anlässlich des Twitter „Werbebriefes“ von Johannes Singhammer (Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag), mit dem er Journalisten aufruft ihm via Twitter zu folgen, stelle ich mir die Frage wie es um die Medienkompetenz von Politikern bestellt ist. Was verändert sich gerade durch den Medienwandel  in unserer Gesellschaft? Wird Social Media zu einem wichtigen Element für die politische Meinungsbildung und somit der Wiederwahl von Politikern und Parteien?

„Einzig die Piratenpartei kommuniziert mit Menschen auf Augenhöhe. Diskussionen und persönliches gehören hier zum guten Ton. Während sich die Piraten interaktiv austauschen, bleibt es bei den traditionellen Parteien meist bei simpler Selbstdarstellung im Sinne der Publicity“ , beschreibt Tobias Hochscherf das Ergebnis der Studie „Social Media in der Politik“ des Instituts für angewandte Publizistik (IfaP) an der Fachhochschule (FH) Kiel vor 6 Monaten.

Was verändert sich aktuell in der Politik in Bayern?

Die Tatsache, dass die Piraten in die Landtage gewählt werden ist meiner Meinung nach auf schlechte Onlinestrategien – insbesondere fehlender Social Media Strategien der etablierten Parteien zurückzuführen.

Mit der ersten Facebook Party im Mai 2012 versuchte Horst Seehofer seiner Partei ein Mäntelchen der Moderne überzustülpen und einen neuen digitalen Anstrich zu verpassen.

Aktuell versuchen Parteien in hektischer Betriebsamkeit Ihr digitales Image zu verbessern – so stellt die CSU in Bayern das Positionspapier „Bayern 3.0 Digital in die Zukunft!“ in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns. Auch der politische Herausforderer die SPD holte kürzlich eine netzpolitische Beraterin ins Wahlkampfteam und präsentiert ein eigenes netzpolitisches Positionspapier.

Aktionen wie die Twitter Werbebriefe von Herrn Singhammer (CSU) machen mich sehr nachdenklich und zeigen wie wenig Medienkompetenz Politiker im bayrischen Landtag und Bundestag haben. Man entscheidet als scheinbarer Experte über Milliarden Euros. Die CSU (Christlich-Soziale Union) bringt das Projekt „Bayern – Digital 3.0“ an den Start, welches mit insgesamt 1.000 Millionen Euro gefördert werden soll. Fakt ist jedoch, dass man in Bayern eine überalterte CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat. Aber ich sehe auch nicht mehr Medienkompetenz beim politischen Herausforderer Christian Ude, der sich vor Tagen erstmals eine Beraterin für Netzpolitik ins SPD Wahlkampf Team geholt hat. Wie wollen politische Verantwortliche zukünftig über netzpolitische Themen entscheiden, wenn sie offentsichtlich keine Kompetenz in diesen Bereichen haben?

Social Media verändert die politische Meinungsbildung

Viele Politiker haben noch immer nicht verstanden, wie wichtig die Kommunikation über die sozialen Netzwerke ist.

Soziale Netzwerke sind keine einseitigen Kommunikationkanäle, die lediglich zur Informationsübermittlung dienen wie etwa früher ein Faxgerät für Pressemitteilungen. Nein, der Bürger kommentiert Informationen und hat Fragen und Anregungen. In den Reihen der etablierten Parteien in Bayern gibt es nur einzelne Politiker/-innen und Politiker, die soziale Netzwerke effektiv nutzen.

Vielen Politikern fehlt es an der Fähigkeit in sozialen Netzwerke zu interagieren. Das Zuhören, Dialoge führen und Lernen fällt vielen sehr schwer.

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Wie wichtig die sozialen Netzwerke für die Meinungsbildung in der Politik sind, zeigen allein die 24,6 Millionen Nutzer aus Deutschland, die täglich bei Facebook aktiv sind.

Anzahl Facebook User in bayrischen Städten:

Augsburg   168.000

Nürnberg   347.000

München    982.000

Schritt für Schritt wird das soziale Web unsere Gesellschaft verändern, in fast jedem Bereich – auch Politiker und Parteien

Video: Social Media Revolution (deutsch) http://www.youtube.com/watch?v=bKgQSkCIODE

In meinem Blog werde ich weiterhin rund um „Social Media in der Politik“ schreiben und Vorgehensweisen von Politikern und Parteien näher beleuchten.

……. Fortsetzung folgt!

Optimieren Sie Ihr Marketing durch Facebook-Marketing

25 Sep

Längst gehört die eigene Facebook Seite zur Pflicht eines Unternehmens, nicht mehr zur Kür. Aber eine „Facebookseite haben“ reicht nicht und die profitable Nutzung ist heute Chefsache und nicht mehr ein Job für den Praktikanten.

Die Vermarktung über Soziale Netzwerke boomt. Die hier liegenden Chancen werden immer stärker auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen erkannt. Jedoch nutzt nur eine Minderheit die immensen Potenziale von Social Media voll aus.

Der Großteil der Mittelständler scheut auf Grund der Vielfalt von Social Media-Plattformen und Anwendungen die Umsetzung einer eigenen Social Media Präsenz und betreibt weiterhin ein Marketing, dass im Jahr viel Geld kostet jedoch immer weniger Kunden und Umsatz generiert.

Folgendes können Sie mit einer Faceboook Marketing/ Social Media Strategie erreichen

 • Bekanntheitsgrad steigern

• Neue Kunden gewinnen

• Beziehungspflege

• Image verbessern

• Marktforschung

• Verbesserung Ihrer Auffindbarkeit bei der Suchmaschine Google

• Neue Mitarbeiter gewinnen

• Gewinnung und Zusammenarbeit neuer Partner


Erreichen Sie mit Ihrer derzeitigen Marketing Strategie diese Ziele? Nein, dann stellen Sie Ihr Marketing auf den Prüfstand!

Mit diesem Blobbeitrag starte ich meine Serie „Wie mittelständische Unternehmen Social Media Kanäle für sich entdecken und nutzen können“.

Meinen Blog abonnieren lohnt sich – ich freue mich auf Ihr Feedback.

 

Über den Autor:

Bernd Gillich

Bernd Gillich ist Inhaber der Agentur Social Media München. Er berät seit 2009 mittelständische Unternehmen im Bereich Facebook Marketing/ Social Media Marketing und Suchmaschinen-Werbung. Für seine Kunden entwickelt er mit seinem Team Social Media Konzepte und – Strategien und setzt dies auf Wunsch operativ um. Außerdem verfügt er über langjährige Kenntnisse im Bereich Marketing im Mittelstand sowie Suchmaschinen-Marketing, SEA und Suchmaschinenoptimierung (SEO).
Kontakt:

Agentur Social Media München
Erich Kästner-Str. 21
80796 München

Tel. 089-95 47 29 95

Web:      www.socialmedia-muenchen.de
E-Mail:  info@socialmedia-muenchen.de

Facebook:  https://www.facebook.com/muenchensocialmedia

Erfolg durch Monetarisierung von Social Media

5 Sep

Ich freue mich diese Woche einen Gastbeitrag von Frau Prof. Dr. Heike Simmet zum Thema „Erfolg durch Monetarisierung von Social Media“ zu präsentieren. Frau Heike Simmet ist Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Universität in Bremerhaven, Referentin, Dozentin und Beraterin im Bereich Logistik-Marketing und Social Media für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Ich danke Frau Prof. Dr. Heike Simmet für ihren sehr informativen Gastbeitrag und wünschen viel Spass beim Lesen.

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Social Media befindet sich in Deutschland trotz deutlich zunehmender Nutzung vielfach noch in einer Art Experimentierphase. Immense Chancen einer Monetarisierung werden von vielen Unternehmen noch nicht wahrgenommen. Unternehmen hingegen, die einen gewissen Reifegrad in ihren  Social Media Aktivitäten erreicht haben, können durch ihr Engagement auf den sozialen Plattformen eine echte Steigerung ihres Geschäftswertes erzielen. Diese lässt sich vor allem durch eine Reduzierung der Kommunikationskosten, durch eine Steigerung des Umsatzes, durch eine Erhöhung der Effizienz des Kundenservices, durch eine Erfolgssteigerung im Personal-Recruiting und Personal-Marketing, durch eine Verbesserung in der Marktforschung sowie durch die Erschließung von Innovationspotenzialen realisieren.

1.    Reduzierung der Kommunikationskosten

Durch die konsequente Nutzung von Social Media als Dialoginstrument mit den Kunden und Marktpartnern wird nicht nur eine Steigerung des eigenen Bekanntheitsgrades erreicht, sondern es können auch in einem erheblichen Ausmaß Kosten in der Kommunikation reduziert  werden, da die Kommunikation maßgeblich von Kunden und Marktpartnern übernommen  wird. Gerade die Weiterempfehlung gilt heute als die effizienteste Form der Kommunikation. Angesichts der knapp bemessenen Kommunikationsbudgets und der ständig sinkenden Wirkungseffizienz klassischer Medien bedeutet die Nutzung viraler Effekte einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Hierzu ist es erforderlich, die sogenannten Influencer in den Dialog mit dem Unternehmen einzubinden. Diese können zu wertvollen Markenbotschaften des Unternehmens werden. Ein weiterer Vorteil von Social Media liegt darin, dass sich die Reichweite aufgrund des sogenannten Long-Tail-Effektes in Nischen ohne weiteren Kostenanfall  multiplizieren lässt.

2.    Steigerung des Umsatzes

Die treuesten Kunden eines Unternehmens sind nach den Grundprinzipien des Customer Value Managements (CVM) in der Regel die wertvollsten Kunden. Dieser Grundzusammenhang lässt sich auch auf den Social Media Bereich übertragen. So wird zum Beispiel von den aktivsten Fans und Community-Mitgliedern erfahrungsgemäß der höchste Umsatz generiert. Maßgeblich für diese Effekte ist die Interaktion zwischen den Usern – und nicht, wie in der klassischen Kommunikation – ein kostenintensiver Kommunikations- oder Verkaufsdruck durch das Unternehmen. Ein Social Customer Value Management (SCVM) bietet im wesentlichen eine technische Plattform mit einer hohen Usability für die Nutzer, leistet die erste Aufbauarbeit zur Entwicklung einer Community und gestaltet die Moderation. Die Hauptaktivität hingegen geht von den Nutzern aus, die sich gegenseitig Produkte bzw. Leistungen empfehlen und über Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen diskutieren.

3.    Erhöhung der Effizienz des Kundenservices

Bei Servicefragen schauen immer mehr Kunden heute zu allererst in das Internet. Zudem ist der Kunde deutlich anspruchsvoller geworden. Er erwartet einen 24/7/365 Service auf allen verfügbaren Kanälen. Viele Servicefragen klären sich bereits ohne aktive Einschaltung klassischer Service Center in den Social Media selbst, sei es durch erläuternde Videos auf YouTube oder Video-Communities, durch Kunden-helfen-Kunden-Foren oder durch Self Service Plattformen. Mit zunehmender Einbeziehung der Kunden kann also auf dem Gebiet des Kundenservices eine Qualitätsverbesserung bei gleichzeitiger Kostenreduzierung durch Verringerung der Anrufvolumina in den klassischen Service Centern erreicht werden. Auch der  Kundenservice wird empirischen Studien und Experten zufolge zunehmend sozial.

4. Erfolgssteigerung im Personal-Recruiting und Personal-Marketing

Unternehmen sind durch den sich in Zukunft drastisch verschärfenden War for Talents heute gezwungen, an ihrer Attraktivität arbeiten.  Potenzielle Bewerber sollen  aufmerksam werden, es gilt, sie von der Attraktivität des Arbeitsplatzes zu überzeugen und sie auch längerfristig an sich zu binden. Besonders wichtig ist dies für kleine und mittelständische Unternehmen, denn diese werden auf dem Arbeitsmarkt von den Bewerbern überregional in der Regel kaum wahrgenommen. Erforderlich ist eine Präsenz auf der sozialen Plattform, die von der jeweiligen Zielgruppe besucht wird. Dies kann ein Engagement auf Facebook oder YouTube, aber auch auf Xing oder LinkedIn bedeuten. Ziel muss es sein, eine attraktive Employer Brand für die High Potenzials in den Social Media aufzubauen und auf diesem Wege den Geschäftswert durch Erhöhung des Human Capitals zu steigern.

5.    Verbesserung der Marktforschung

Zukunftsweisende Ansätze der Nutzung von Social Media zeigen sich zudem in der Marktforschung. So wird beispielsweise die Einbeziehung der sogenannten Weisheit der Masse in Prognose-Modellen  erfolgreich getestet. Konsequent weiterentwickelt, trägt die Nutzung von Social Media in Verbindung mit Mobile Apps, der Integration von Location Based Services (LBS) sowie der Verlagerung klassischen IT-Leistungen in die Cloud maßgeblich dazu bei, durch eine digital-vernetze Marktforschung im Social Web völlig neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Die aktive Einbeziehung der Kunden und Marktpartner in ein sich nach außen öffnendes Informationsmanagement ist den klassischen Ansätzen einer primär intern gesteuerten Marktforschung deutlich überlegen.

6.    Erschließung von Innovationspotenzialen

Ein immenses Potenzial und erst ansatzweise erschlossenes Reservoir für die Steigerung des Geschäftswertes von Unternehmen ergibt sich darüber hinaus durch die Einbeziehung der konkreten Produktentwicklung. Es existieren mittlerweile vielfältige Möglichkeiten der Nutzung des Kreativ- und Innovationspotenzials von Kunden und Marktpartnern. So verwenden immer mehr Unternehmen die neuen Formen der Integration von Kunden und Marktpartnern in die Wertschöpfungsprozesse durch Crowdsourcing und Open Innovation. Diese Verlagerungen der Wertschöpfungsaktivitäten werden vor allem durch die fortschreitende Weiterentwicklung von sozialer Software im Web und durch die zunehmende Anzahl von Software as a Service (SaaS)-Lösungen ermöglicht. Diese Applikationen erlauben eine kostengünstige Vernetzung von Kunden und Marktpartnern sowie ihre Integration in unternehmerische Aktivitäten. Auf diese Weise wird die Community zum Produktentwickler und somit zum Unternehmen.

Social Media als strategisches Investment

Eine Monetarisierung des Social Media Engagements setzt einen Lernprozess in den Unternehmen voraus. Die Besonderheiten des öffentlichen Dialoges, das Verfassen von Kommentaren und die Gestaltung der Moderation, der Umgang mit Trollen, das Bewältigen eines „Shitstorms“ oder die Hürden beim Aufbau einer sich selbst tragenden Community müssen in der praktischen Anwendung selbst erfahren werden. Es kommt es darauf an, die zugrunde liegenden Motivationsinstrumente zu entdecken und sukzessive zu professionalisieren. Den Mitarbeitern im Social Media Bereich muss zudem der Freiraum für Experimente gegeben werden.
Eine Monetarisierung durch einen Return on Social Media Investment braucht Zeit und Ausdauer. Denn der Geschäftserfolg stellt sich nicht über Nacht ein. Es handelt sich vielmehr um ein strategisches Investment, dessen Wirkung erst nach einigen Monaten und Jahren – abhängig von der Intensität des eigenen Engagements –  in vollem Ausmaß sichtbar wird. Die dann erfolgende Steigerung des Geschäftswertes baut jedoch nachhaltig wirksame Erfolgspotenziale auf.

Quelle: Frau Prof. Dr. Heike Simmet http://hsimmet.com/2012/08/06/erfolg-durch-monetarisierung-von-social-media/

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ohne Social Media Marketing nicht mehr möglich

19 Jul

Verbinden Sie Social Media mit SEO

Die jüngsten Updates der Suchmaschine Google haben deutlich gemacht, dass Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media in Unternehmen künftig verstärkt zusammengeführt werden müssen. Zu dieser Entwicklung hat nicht zuletzt die soziale Kommunikationsstruktur des Social Webs maßgeblich beigetragen: Rund 38 Millionen Deutsche sind in sozialen Netzwerken aktiv, suchen dort Kontakt zu Freunden, nach Angeboten oder Produktinformationen, interessanten Inhalten oder Neuigkeiten. Likes, Shares, Tweets oder Plus Ones – Alles, was interessant, informativ oder spannend ist, findet schnell seinen Weg durch das Social Web und kann sich über zahlreiche Social Signals freuen.

Die oft gestellte Frage ist, wie Unternehmen zu mehr Präsenz in den sozialen Netzwerken gelangen.

Fakt ist, dass eine Suchmaschinenoptimierung ohne eine Social Media Strategie nicht mehr möglich ist – sollten Sie aktuell in Gesprächen mit einem SEO Dienstleister sein, sprechen Sie ihn an, ob seine Vorgehensweise auch ein Social Media Konzept beinhaltet.

  Folgendes können Sie mit einer Social Media Strategie erreichen:

 1. Social Media Signale:  Um die Ergebnisse in den Suchmaschinen künftig beeinflussen zu können, darf man Social Media Signale – Links aus sozialen Netzwerken – nicht meiden. Mit jedem Beitrag, der im Rahmen Ihrer Social Media Strategie veröffentlicht wird, entsteht ein wertvolles Social Signal, das sich nicht nur auf die Reichweite einer Webseite im Social Web auswirkt, sondern auch das Ranking in den Ergebnislisten der Suchmaschinen beeinflusst. Die wichtigsten Social Media Plattformen sind hier Facebook, Google+ und Twitter.

 2. Informationsverbreitung:  Die Verbreitung von Inhalten im Web ist nicht aufwendig. Verbreiten Sie Ihre Unternehmensinformationen, Inhalte oder Angebote dort, wo sich die Zielgruppe heutzutage hauptsächlich aufhält – im Social Web. Bauen Sie sich Ihr soziales Netzwerk, in dem Ihre Inhalte verbreitet und an Freunde Ihrer Fans weitergeben werden können.

 3. Kundenkommunikation:  Über Social Media Portale wie Facebook, Twitter & Co. können Unternehmen und Werbetreibende ihre Kundenkommunikation ausbauen und festigen. Neuigkeiten und Informationen lassen sich reichweitenstark und gezielt im Social Web kommunizieren, sodass auch Ihre Zielgruppe unmittelbar erreicht wird. Je nach Inhalten besteht die Möglichkeit, die dauerhafte Kundenbindung zu fördern.

 4. Neukundengewinnung:  Über die Multiplikation der Inhalte werden immer wieder User erreicht, die bisher nicht zum Kundenstamm oder zur Zielgruppe Ihres Unternehmens zählten. Durch eine Social Media Strategie lässt sich die Neukundengewinnung fördern und realisieren.

 5. Steigerung der Bekanntheit:  Mit einer Social Media Vorgehensweise können Sie die Bekanntheit Ihres Unternehmens steigern. Mit einer hohen Reichweite werden Unternehmensinhalte, Produkte oder Angebote in sozialen Netzwerken verbreitet und kommuniziert. Außerdem lässt sich das Image Ihres Unternehmens verbessern.

 

Mittelstand setzt auf Soziale Medien

10 Jul
  • Fast die Hälfte aller KMU in Deutschland nutzt Social Media bereits
  • Aktivitäten müssen aber intern professionalisiert werden
  • Soziale Netzwerke und Blogs sind die beliebtesten Anwendungen
Mit 47 Prozent setzt fast die Hälfte aller kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) mit bis zu 500 Mitarbeitern in Deutschland soziale Medien im Internet ein. Damit liegt die Nutzung sozialer Medien von KMU nahezu auf dem gleichen Niveau von großen Unternehmen (46 Prozent) mit mehr als 500 Mitarbeitern. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM. Grundlage der Angaben ist eine Sonderauswertung der BITKOM-Studie „Social Media in deutschen Unternehmen“, bei der 723 repräsentativ ausgewählte Unternehmen aller Branchen befragt wurden. „Die Einstiegshürden für den Social-Media-Einsatz sind niedrig“, sagte BITKOM-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn. „Jedes Unternehmen kann zu geringen Kosten im Social Web präsent sein.“ Dennoch besteht aus Sicht des BITKOM im Mittelstand noch erheblicher Nachholbedarf.


„Kleinere Unternehmen sind organisatorisch oft unzureichend aufgestellt und schöpfen die Möglichkeiten von Social Media nicht konsequent aus“, sagte Bonn. So haben kleinere und mittlere Unternehmen seltener spezialisierte Mitarbeiter für diesen Bereich, verfügen kaum über interne Richtlinien für den Gebrauch und betreiben nur selten ein Monitoring.Unter sozialen Medien werden Internetanwendungen verstanden, die es den Nutzern ermöglichen, sich zu vernetzen, zu kommunizieren und eigene Inhalte im Web zu verbreiten. Dazu zählen unter anderem Blogs, soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder Google+, Kurznachrichtendienste wie Twitter sowie Content-Plattformen zum Austausch von Videos oder Fotos wie Youtube oder Flickr.

 Neben Personen können in sozialen Medien auch Unternehmen oder andere Organisationen mit eigenen Profilen präsent sein. Am weitesten verbreitet ist eine Präsenz in sozialen Online-Netzwerken, in denen 86 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen vertreten sind im Vergleich zu 80 Prozent der Großen. Blogs werden von 28 Prozent der KMU und 27 Prozent der Großunternehmen genutzt. Dagegen nutzen 81 Prozent der großen Unternehmen Videoplattformen wie Youtube, aber nur 28 Prozent der KMU. „Ein Grund dafür ist, dass die Produktion von Videos zeit- und kostenintensiv ist“, sagte Bonn. Der Kurznachrichtendienst Twitter wird von der Hälfte der großen, aber nur von einem Viertel der KMU eingesetzt. Große Unterschiede zwischen größeren und kleineren Unternehmen zeigen sich bei der Organisation des Social-Media-Einsatzes. So haben 86 Prozent der Großunternehmen eigene Mitarbeiter, die für die Steuerung der Social-Media-Aktivitäten verantwortlich sind, aber erst 41 Prozent der Mittelständler. 63 Prozent der Großen verfügt über so genannte Social Media Guidelines, die Mitarbeitern Richtlinien für die berufliche Nutzung sozialer Medien geben, während es bei den Kleinen 19 Prozent sind.

Ein Social Media Monitoring betreiben 48 Prozent der großen, aber nur 10 Prozent der mittelständischen Unternehmen. Mit einem Monitoring können die Anwender beobachten, was im Internet über ihre Produkte oder Marken gesagt wird. Bonn: „Der Mittelstand muss die Organisation seiner Social-Media-Aktivitäten dringend professionalisieren, wenn er das Feld nicht den Großen überlassen will.“

Laut Umfrage sagen 28 Prozent der KMU, der personelle Aufwand für den Einsatz von sozialen Medien sei zu hoch, aber nur 15 Prozent der Großunternehmen. Für 14 Prozent der Mittelständler ist der finanzielle Aufwand generell zu groß im Vergleich zu 8 Prozent der Großen. „Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzung sozialer Medien auch im Mittelstand nur selten am Geld scheitert“, sagte Bonn. „Der Social-Media-Einsatz bringt den Unternehmen messbare Vorteile: eine schnellere, effizientere Kommunikation, die Erreichung neuer Zielgruppen, zum Beispiel zur Gewinnung neuer Mitarbeiter, oder eine Steigerung der Bekanntheit.“ Kleine und mittelständische Unternehmen sollten daher den Einsatz sozialer Medien vorantreiben.

 

 Die BITKOM-Studie „Social Media in deutschen Unternehmen“ steht im Internet zum Download bereit unter: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_72123.aspx

 

Quelle: Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) Social Media Einsatz im Mittelstand

NEU: Social Web Check – Social Media Analyse für Ihr Unternehmen

11 Jun

Sollten Sie sich über die Potenziale von Social Media Marketing für Ihr Unternehmen informieren wollen, ist unser Social Web Check genau das richtige für Sie. 

Mit unserem Social Web Check STANDARD analysieren wir, wie oft Ihre Unternehmens-Webseite im Social Web erwähnt wird – und das vollkommen gratis!


Oder ist unser Social Web Check PROFI für Sie interessant, in dem wir neben einer Konkurrenzanalyse untersuchen, 
wie über Ihr Unternehmen bzw. Ihre Produkte und Leistungen in den Sozialen Netzen gesprochen wird. So erfahren Sie, ob der Einsatz von Social Media für Ihre Kundenstruktur und Ihr Produktangebot sinnvoll ist und welche Möglichkeiten sich für Ihr Geschäftsmodell bieten. Gerne gehen wir dabei auf weiterführende Fragen ein.

Unsere  Social Web Checks können Sie über folgenden Link anfordern:  http://goo.gl/VpD0P

Wie eine Facebook Seite die Kommunikation einer Stadt verändert

23 Mai

Herzogenaurach – eine Stadt mit 23.974 Einwohnern in Mittelfranken mit 3 ortsansässigen und weltweit bekannten Unternehmen: adidas AG, PUMA SE, Schaeffler AG.

Alle Gründer der genannten Firmen stammen aus Herzogenaurach – ein Städtchen voller Traditionen und Ideen.

In Herzogenaurach leben rund 24.000 Menschen verschiedenster Nationalitäten, die sich durch Ansiedlung von Flüchtlingen und Amerikanern nach dem zweiten Weltkrieg, in der Zeit des Aufschwungs mit dem Zuzug von Italienern, Griechen, Spaniern, Türken und gegenwärtig mit dem Zuzug von Menschen aus aller Welt begründen.

Der aus Herzogenaurach stammende Bernd Gillich hatte nach einem Gespräch mit dem amtierenden Bürgermeister Dr. German Hacker die Idee, dass man mit einer sozialen Gemeinschaft über das Internet alle Menschen in Herzogenaurach verbinden könnte.

Die Idee führte sehr schnelll zu einem Konzept und man rief die Facebook Seite: Herzogenaurach – Alles rund um deine Stadt ins Leben.

Nach nur 3 Monaten erfreute sich die Gemeinschaftsseite großer Beliebtheit und über 400 Menschen zeigten an, dass sie Fan der Seite sind. Die Facebook Seite wird 7 Tage die Woche mit folgenden redaktionellen Themen betreut:

• News aus Herzogenaurach

• News von Firmen aus Herzogenaurach

• Menschen aus Herzogenaurach

• Herzogenaurach im Wandel der Zeit

• Kultur

• Politik und Gesellschaft

• Veranstaltungen

• Umfragen zu aktuellen Themen

• uvm.

Mit der regionalen Facebook Seite Herzogenaurach – Alles rund um deine Stadt sind wir seit November 2011 am Start und können bis heute über 1 Million Beitragsaufrufe verzeichnen.

Pro Monat verzeichnet die Seite aktuell 200.000 Beitragsaufrufe von Nutzern, die in Herzogenaurach bzw. in der Umgebung von Herzogenaurach wohnen.

Über die Facebook Seite Herzogenaurach – Alles rund um deine Stadt informieren sich pro Woche über 6.000 Personen. 680 davon zeigen via Facebook, dass sie Fan der Seite sind. Damit erreichen wir rund 21% der Herzogenauracher Bevölkerung (Einwohner: 23.974 – Stand: 31.10.2010)

In nur 3 Monaten wurde die Facebook Gemeinschaft neben den regionalen Zeitungen zur drittwichtigsten Informationsquelle.

Das Ziel, Bewohner, ehemalige Bürger in aller Welt und alle Nationen von Herzogenaurach in einer Kommunikationsplattform zu verbinden ist erfolgreich – nun möchte Bernd Gillich die Facebook Seite zur Marketingplattform für Unternehmen in Herzogenaurach ausbauen.

Auch Sie wollen für Ihre Stadt / Ihre Region ein eigenes Social Media Projekt ins Leben rufen? Wir beraten Sie gerne. http://www.socialmedia-muenchen.de

Autor: Bernd Gillich

Schöne neue Online-Welt – Marketing-Chancen für kleine- und mittelständische Unternehmen (KMU)

21 Mai

Wir schreiben das Jahr 2012: Wir befinden uns an einem nicht näher definierten beschaulichen kleinen Ort irgendwo in unseren Breiten. Der Großteil der Bewohner dieses Ortes ist dank der Verbreitung von PC’s, Smartphones und Tablet-Computern inzwischen quasi permanent online, was dazu geführt hat, dass das Internet zu einem festen Bestandteil ihres Alltagslebens geworden ist. Es ist ein Ort, an dem lokale Unternehmen mit ihren Kunden in einem aktiven Dialog stehen und an dem Firmen potentiellen Neukunden maßgeschneiderte Angebote in Echtzeit übermitteln können. Willkommen in der schönen neuen Online-Welt. 

Was anfangs vielleicht wie eine verwegene Zukunftsvision klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinschauen als ganz normaler Alltag – vielleicht einmal abgesehen von der Idee der reibungslosen aktiven Kommunikation zwischen (Neu-) Kunden und lokalen Unternehmen – denn da besteht sicherlich noch Optimierungspotential

Fakt jedoch ist, dass sich für KMU heute wie nie zuvor die Möglichkeit eröffnet, mit ein wenig Aufwand zielgerichtetes und personalisiertes Marketing zu betreiben und sich so in ihren zunehmend stärker umkämpften Nischenmärkten erfolgreich zu positionieren 

Um kleinen wie großen Unternehmen bildlich zu verdeutlichen, wo sich im Alltag ihrer Kunden denn überall Ansatzpunkte für lokal-, sozial- und mobil geprägtes Online-Marketing ergeben könnten, hat WinLocal Ihnen die “Schöne neue Online-Welt” einmal illustriert.

Quelle: http://www.winlocal.de 

Etablierte Parteien verstehen Social Media nicht

10 Mai

Obwohl verschiedene Studien den etablierten Parteien schon in der Vergangenheit bescheinigten, das Internet nicht richtig für die Kommunikation im Wahlkampf zu nutzen, und die Probleme aufzeigten, scheint es bis heute kaum einen Lerneffekt zu geben.

Insbesondere soziale Netzwerke werden häufig falsch genutzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für angewandte Publizistik (IfaP) an der Fachhochschule (FH) Kiel. Grundlage der Erhebung sind Daten zur Onlinenutzung politischer Parteien während des Landtagswahlkampfes in Schleswig-Holstein.

„Dass die Piraten im neuen Landtag so stark vertreten sind, ist auch auf schlechte Onlinestrategien der etablierten Parteien zurückzuführen“, sagte Christian Hauck, Leiter des Instituts. So seien zwar alle Parteien bei Facebook und Twitter präsent, eine echte Kommunikation mit den Userinnen und Usern fände allerdings nur in Einzelfällen statt. Vieles wirke improvisiert und aufgesetzt.

„Wir waren überrascht, dass Social Media in vielen Fällen lediglich zur Informationsübermittlung genutzt werden – wie früher Faxgeräte für Pressemeldungen“, so Tobias Hochscherf, Koordinator der Studie. Die Auswertung habe ergeben, dass sich große Unterschiede in der Nutzungsintensität der Sozialen Netzwerke feststellen ließen. In den Reihen der etablierten Parteien gebe es nur einzelne Politikerinnen und Politiker, die soziale Netzwerke effektiv nutzten.

Einzig die Piratenpartei kommuniziere mit ihren Anhängern auf Augenhöhe. Diskussionen und Persönliches gehörten hier zum guten Ton. „Während sich die Piraten interaktiv austauschen, bleibt es bei den traditionellen Parteien meist bei simpler Selbstdarstellung im Sinne der Publicity“, erläuterte Hochscherf. Das sei für Internetnutzende nicht zeitgemäß.

Für die Studie hatte das Team des IfaP über vier Wochen die Onlineaktivitäten der Parteien CDU, SPD, Grüne, Piraten, FDP, SSW und Die Linke täglich beobachtet und ausgewertet. Eine umfassende wissenschaftliche Analyse der Ergebnisse wird das Institut für angewandte Publizistik in den kommenden Wochen veröffentlichen.

Quelle: Institut für angewandte Publizistik (IfaP) an der Fachhochschule (FH) Kiel