Social Media Marketing erreicht den Mittelstand

28 Aug

Werbung mit und auf sozialen Netzwerken – Blick auf Aktivitäten von kleinen und mittelständischen Unternehmen

Social Media Marketing ist in aller Munde und bietet neue Potenziale zur Markenführung und Kundenkommunikation. Noch nie war es einfacher, direkten Kontakt über die so genannten sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter, XING oder Wer-kennt-wen mit den unterschiedlichen Kundengruppen aufzunehmen.

HYPE ODER CHANCE FÜR DEN MITTELSTAND?

Die Zahlen sprechen für sich: Das soziale Netzwerk Facebook hat mittlerweile mehr Zugriffe als der Internetsuchdienst Google. Jeder zweite deutsche Internetnutzer ist laut TNS Emnid Mitglied in einer Social Web Community. Der Anteil unter den 14- bis 29-Jährigen liegt sogar bei fast 90 Prozent. So ist es nicht verwunderlich, dass Volkswagen seinen neuen Polo zuerst auf Facebook vorstellt, bevor die „klassische Kampagne“ gestartet wird. Das geschäftliche Interesse an dem neuen Marketinginstrument ist in den letzten Monaten rasant gewachsen, und für den Mittelstand stellt sich nicht mehr die „Ob-“ sondern nur noch die „Wo-und-Wie“-Frage.

NUTZUNG VON SOCIAL MEDIA IM MITTELSTAND – PRAXISBEISPIELE

DATEV eG Nürnberg

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PRINTello – die Onlinedruckerei für Deutschland seit Juli 2010 im Social Web aktiv

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>> Weitere Infos über die Vorgehensweise der genannten Unternehmen in einen meiner nächsten Blogbeiträge

PLANEN STATT IMPROVISIEREN

Einzelhändler, Hotels, Druckereien, Ärzte und Rechtsanwälte nutzen die neuen Möglichkeiten schon rege. Die Maßnahmen dienen letztendlich profanen Zielen, die da Branding, Zugriffszahlensteigerung, Abverkauf, Neukundengewinnung oder Personalrekrutierung heißen können. Jedoch: Nur wenn Social Media auch die gesetzten Ziele erreichen kann, hat die Arbeit und das Budget dafür seine Berechtigung. Vielen der Unternehmensprofile fehlt jedoch eine klare Strategie. Der Umstand, dass die Profileinrichtung kostenlos ist, verleitet viele Unternehmen zur Improvisation. Die Arbeitskosten, welche die Mitarbeiter durch das Pflegen des Profils verursachen, werden oft verkannt.

Vor dem Improvisieren sollte deshalb die sorgfältige Planung stehen: Nutzt überhaupt eine kritische Masse der avisierten Zielgruppen soziale Netzwerke und, wenn ja, welche? Gerade in der Region Trier ist das soziale Netzwerk Wer-kennt-wen bei der Zielgruppe 30-plus und Partyface bei den Teens und Twens „angesagt“. Welche Kommunikationsziele sollen erreicht werden?

KOMMUNIKATIONSZIELE

•    Steigerung der Bekanntheit

•    Aufbau und Pflege eines positiven Unternehmensimages

•    Akquise von Neukunden und Kundenbindung

•    Steigerung der Besucherzahlen der eigenen Webseite

•    Erhöhung der Verkäufe

•    Kundenservice

•    Aufbau eines Promotion-Netzwerks

•    Gewinnung von Kundeninformationen

•    Weiter- und Neuentwicklung von Produkten

•    Mitarbeiter- Vertriebspartnerrekrutierung

•    Networking

•    Wettbewerbsbeobachtung

•    Informationsrecherche

•    Zusammenarbeit

VORAUSSETZUNG FÜR SOCIAL MEDIA MARKETING

Zu den häufigsten Fehlern zählt, dass das Engagement in den sozialen Netzwerken nicht nachhaltig angelegt wird. Viele Unternehmen wünschen noch frohe Ostern als letzte Statusmeldung. Andere publizieren fehlerhafte Meldungen. Besonders gefährlich wird es, wenn interessante Informationen für den Wettbewerb „ausgeplaudert“ werden. Klickt man zudem von dem Netzwerk-Profil auf die Website des Unternehmens, sieht es oft nicht besser aus: Ein professioneller Internetauftritt, der sich authentisch, aktuell und dialogorientiert darstellt, ist Fehlanzeige. Der gesamte Auftritt wird zur Negativwerbung. Es bedarf deshalb eines „Kümmerers“, der das Unternehmen gut kennt, im eigenen Unternehmen bestens vernetzt ist und insbesondere in der Chefetage bedingungsloses Vertrauen genießt. Wenn der Mitarbeiter dann noch schnell reagiert und sprachlich versiert sowie verkaufsfördernd formuliert, wird Social Media Marketing zum erfolgversprechenden virtuellen Vertriebsinstrument. Werden diese Punkte nicht beachtet, gerät Social Media Marketing außer Kontrolle. Leicht können dann negative Kommentare und Bewertungen auf der eigenen Profilseite dem Image einer Marke oder einer Firma schaden. Deshalb ist es immer ratsam, sich von erfahrenen Experten diesbezüglich beraten oder sogar begleiten zu lassen.

TEXTANZEIGEN – WERBUNG OHNE STREUVERLUSTE

Ein anderes Marketinginstrument in den sozialen Netzwerken ist das Schalten von Textanzeigen (Ads)  und zwar ohne Streuverluste. Klassische Marketer können von solchen Möglichkeiten nur Träumen. Sofern die Mitglieder ihre privaten Daten hinterlassen haben, kann wunschgenau die Zielgruppe angesprochen werden: Geschlecht, Beziehungsstand, Alter von/bis, Ort, Ausbildung, Vorlieben und vieles mehr. Und wer denkt, Marketing in Facebook wäre nur geeignet, um sich an Teens und Twens zu richten, der irrt: Über eine Millionen Facebook-Nutzer sind älter als 35. Erst beim Klick auf die Anzeige werden Gebühren zwischen 0,15 und 1,50 Euro fällig. Der Klickpreis richtet sich – wie beim Aktienindex – nach Angebot und Nachfrage. Ein eigenes Profil ist nicht notwendig; die Anzeige kann auch zur eigenen Website oder einer passenden Landeseite verlinkt sein.


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